Mit anderen Worten ich nahm meine Bildung selbst in die Hand. Auf Grund meines Umzuges in das weltoffene und lebendige Berlin Neukölln, wechselte ich auch die Schule.

Die Hermann Boddin Schule. Auch hier hatten die Lehrer eine lockere Hand. Warum sie gerade bei mir zum Einsatz kam, ist und bleibt mir ein Rätsel. Ich habe mich als ruhigen zurückhaltenden liebenswerten Schulverweigerer in Erinnerung.

Meine Schulverweigerung hatte natürlich Konsequenzen.  

Man spricht ja nicht gerne darüber aber ich bin zweimal sitzen geblieben.Es ist egal, ich habe meinen Lehrern vergeben. Friede ihrer Asche.

 

 

Mit einigen Mitschülern begann hier eine längere Freundschaft die uns/mir half den Wahnsinn Pubertät zu überstehen.Immerhin glaubten wir damals, auch auf Grund zweifelhafter Literatur, dass exzessives onanieren zu massiven Hirnschäden und Rückenmarksschwund führt. Aufmerksam beobachteten wir uns gegenseitig ob eventuelle Verhaltensauffälligkeiten schon auf neurologische Ausfälle hindeuten. Wir hatten alle große Angst als sabberndes röchelndes Etwas ohne Hirn und Verstand in der Nervenheilanstalt zu landen. Täglich gefasste Vorsätze der Autoerotik abzuschwören waren nicht von Erfolg gekrönt.  

Zwischenzeitlich hatten sich meine Eltern wieder vertragen und meine Mutter zog zu meinem Vater. Das Alter und die räumliche Trennung hatte sie ruhiger werden lassen. So kam ich mit 14 Jahren wieder zurück in mein verwildertes Paradies. Wo ich in Ruhe basteln konnte. U.a. Raketen steigen lassen, E-Gitarre gebaut, Lautsprecherboxen, Moped frisiert bis der Kolben splitterte.

 

Die Wohnung in Neukölln hatte meine Mutter vorsichtshalber behalten. Kluge

Entscheidung.